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Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse

Nach dem Roman von Christine Nöstlinger

Frau Bartolotti ist eine freundliche, durchaus chaotische Frau in den mittleren Jahren. Sie lebt allein, ihr Mann hat sie verlassen. Sie lebt davon, dass sie die schönsten und buntesten Teppiche der Stadt knüpft. Frau Bartolotti hat einen Tick: Sie liebt es, per Post alles mögliche und Unmögliche zu bestellen. Alle Bestellkarten, die ihr in die Finger kommen, schickt sie ab. Dadurch hat sie schon eine riesige Sammlung an äußerst merkwürdigen Gegenständen zu Hause. Aber die merkwürdigste Sache bringt ihr der Postbote zu Beginn des Stücks. Er bringt eine sehr große Konservendose, so ca. 20 Kilo schwer. Und in dieser Büchse kommt Konrad in ihr Leben. Denn als sie die Büchse öffnet sitzt er darin und sagt: „Guten Tag, liebe Mutter“. Da ist er aber noch ziemlich verschrumpelt. Doch nachdem Frau Bartolotti ihn mit der beigefügten Nährlösung übergossen hat, hat sie plötzlich einen perfekten 7-jährigen Sohn.

Auch ihr Bekannter Egon, der Apotheker, begeistert sich schnell für das Instantkind, weil Konrad brav und perfekt, und zu Höherem berufen ist. Und schnell entbrennt ein urkomischer Konflikt über Erziehung, und die Fragen, was Eltern von Kindern, und Kinder von Eltern, und Eltern von Eltern und Freunde von Freunde erwarten / fordern und fördern sollen. Und als wäre das nicht schon genug, mischt sich die Herstellerfirma noch ein, die sich ihres fehlerhaften Lieferservices gewahr wurde, und fordert das Kind zurück. Für jede Menge Spaß ist gesorgt, und der ein oder Andere nachdenkliche Moment wird nicht fehlen.

Christine Nöstlinger, 1936 in Wien geboren, gehört zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren der Gegenwart. Als Meisterwerk ihrer phantastischen Erzählungen gilt „Konrad, das Kind aus der Konservenbüchse“. Auch wenn das Buch schon 1975 erschienen ist, ist es immer noch aktuell. Gerade heute stehen Biotechnologien und Gentechnik kurz vor dem Durchbruch, und das „Designer-Kind“ technisch möglich. Daraus erwachsen ethische Fragen, die unsere Gesellschaft herausfordern werden.
Regie: Alexander Ourth

Mit: Rebekka Michalek, Elke Reiter, Sebastian Gasper u.A.

Schulvorstellungen:
06./07./08. und 10./11./12./13./14./15./18./19./20. Dezember 2017 jeweils 10.00h Großer Saal/Tufa Trier

Karten: 6 Euro (mindestens 10 Schüler im Klassenverband/Begleitpersonen frei)

Karten und Infos: elke.reiter@kulturlabor-trier.de oder +49(0)651-69953043

Weitere Familienvorstellungen:
09.Dezember 2017 11.00h

09./17./26./27.Dezember 2017 16.00h

8 Euro Schüler /10 Euro Erwachsene/30 Euro Familienkarte (zwei Erwachsene mit zwei Kindern)